Was darf in mir noch wachsen? - Über persönliche Weiterentwicklung und die Neugier auf das Leben

Wenn wir das Wort Weiterbildung hören, denken wir meistens an Seminare, Fortbildungen oder neue berufliche Qualifikationen.

Doch vielleicht ist persönliche Weiterentwicklung viel mehr als das. Vielleicht bedeutet sie auch, offen zu bleiben – für das Leben, für neue Erfahrungen und für Gedanken, die unsere bisherige Sichtweise ein kleines Stück verändern dürfen.

Denn solange wir neugierig bleiben, hören wir niemals wirklich auf zu wachsen.

Meine Oma brachte das einmal auf den Punkt, auf ihre ganz eigene, pfälzische Art: „Anidda, isch kann so ald werre wie isch will und lern immer noch was dazuuu.” Ich liebte diese Direktheit – und sie hat recht behalten.

Was bringt mich zum Schwingen? – Resonanz als Teil der persönlichen Weiterentwicklung

In den vergangenen Wochen kam immer wieder eine Frage in mir auf: Womit gehen wir eigentlich in Resonanz?

Welche Menschen inspirieren mich? Welche Bücher berühren mich? Welche Musik erreicht etwas in mir – und welche Erfahrungen bringen mich dazu, über mein bisheriges Leben und meine eigenen Möglichkeiten neu nachzudenken?

Gerade beschäftige ich mich mit dem Buch Im Tanz des Universums, einer Sammlung von Weisheitsgeschichten, die auf ganz unterschiedliche Weise zum Nachdenken und Nachspüren einladen. Manche Geschichten schenken uns einen neuen Gedanken, andere berühren etwas, das vielleicht schon lange in uns schlummert.

Im November werde ich gemeinsam mit Anja Alberg @stimme-mit-herz einen Abend rund um diese Geschichten gestalten. Ihr Gesang, meine Klangmeditation und die Weisheiten des Buches dürfen sich miteinander verbinden. Vielleicht entsteht genau daraus ein Raum, in dem wir für einen Moment aus dem Alltag heraustreten und lauschen können – auf die Geschichten, auf die Klänge und vielleicht auch ein wenig auf uns selbst.

Denn wir lernen nicht nur mit dem Kopf. Wir lernen durch Begegnungen, durch Erfahrungen – und durch alles, was uns innerlich bewegt.

 

Wenn im Leben plötzlich wieder Raum entsteht

Besonders berührt mich der Gedanke der persönlichen Weiterentwicklung in den Lebensphasen, in denen sich etwas verändert.

Wenn die Kinder größer werden und uns nicht mehr so sehr brauchen wie früher. Wenn beruflich der Alltag eingekehrt ist. Wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Plötzlich entsteht wieder Raum.

Manchmal entsteht dieser Raum allerdings nicht freiwillig. Eine Trennung, eine Scheidung, der Tod der eigenen Eltern oder eine berufliche Veränderung können uns aus unserem gewohnten Leben herauskatapultieren. Was zunächst wie ein Verlust oder ein Ende wirkt, kann später zu einer Tür werden – hinter der etwas Neues auf uns wartet.

Vielleicht ist dann genau der richtige Moment, sich zu fragen:

Was wollte ich eigentlich immer schon einmal lernen? Was macht mich neugierig? Was habe ich bisher aufgeschoben, weil immer etwas anderes wichtiger war?

Es muss dabei gar nichts Großes sein. Vielleicht ist es ein Malkurs – Edith Nief bietet wundervolle an –, eine neue Sprache, ein Instrument, eine Reise oder ein Buch. Vielleicht ist es aber auch etwas ganz anderes: Meditation, Kreativität, Musik oder die bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst.

Persönliche Weiterentwicklung – was darf in mir noch wachsen? | Anita Spandl

Wir müssen uns nicht ständig optimieren – persönliche Weiterentwicklung darf Freude machen

Ich mag den Gedanken, dass wir uns nicht ständig optimieren müssen, sondern einfach weiter werden dürfen.

Weiter in unserem Denken, in unserer Wahrnehmung und vielleicht auch in unserem Verständnis für andere Menschen und für uns selbst. Wir müssen dabei auch nicht ständig an uns „arbeiten”, als wären wir ein Projekt, das irgendwann perfekt sein soll.

Persönliche Weiterentwicklung darf Freude machen. Sie darf zweckfrei sein und einfach deshalb geschehen, weil etwas unsere Neugier weckt.

Vielleicht lernen wir etwas, ohne es jemals beruflich zu brauchen. Vielleicht lesen wir ein Buch, das unsere Sicht auf das Leben verändert. Vielleicht hören wir ein Lied und spüren plötzlich etwas, das wir lange nicht mehr gefühlt haben. Auch das ist Bildung.

Welcher Film hat dich zuletzt so richtig mitgenommen? Mich hat Disclosure Day sehr bewegt.

Und vielleicht ist genau das ein Teil des großen Tanzes, in dem wir alle miteinander verbunden sind: Wir bleiben in Bewegung, begegnen Neuem – und dürfen immer wieder entdecken, dass das Leben noch mehr Facetten für uns bereithält.

Persönliche Weiterentwicklung – was darf in mir noch wachsen? | Anita Spandl

Ein Duft für Neugier und Neubeginn

 

Auch ätherische Öle können ein kleines Ritual der persönlichen Weiterentwicklung begleiten.

Zitrone – frisch und klar, ideal für Momente, in denen wir einen neuen Gedanken zulassen möchten.
Rosmarin – aktivierend, begleitet einen Moment der Konzentration und inneren Schärfe.
Orange – leicht, freundlich und spielerisch, bringt eine helle Note in den Tag.

Vielleicht suchst du dir einen Duft aus, der dich anspricht, gibst einen Tropfen auf einen Duftstein und verbindest ihn mit einer ganz persönlichen Frage:

„Was möchte ich noch entdecken?”

Persönliche Weiterentwicklung – was darf in mir noch wachsen? | Anita Spandl

Einladung zu einer kleinen Meditation

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und komm zunächst bei deinem Atem an. Lass die Gedanken, was du noch alles erledigen oder wissen müsstest, für einen Moment zur Seite treten.

Atme ruhig ein und aus – und frage dich:

Was macht mich neugierig?

Vielleicht taucht ein Gedanke auf, vielleicht ein Mensch, ein Ort, ein Buch oder etwas, das du schon lange einmal ausprobieren möchtest.

Dann frage dich:

Was bringt mich zum Schwingen? Womit möchte ich in Resonanz gehen?

Du musst keine Antwort erzwingen. Manchmal reicht es, einer Frage ein wenig Raum zu geben.

Und vielleicht entsteht daraus irgendwann ein kleiner Schritt – eine Anmeldung, ein Gespräch, ein Buch, ein Lied oder einfach die Entscheidung, etwas Neues zuzulassen.

Meditation

Was darf in dir noch wachsen?

Wir sind niemals „fertig”.

Solange wir neugierig bleiben, dürfen wir wachsen, lernen und uns verändern – ganz unabhängig davon, wie viele Jahre bereits hinter uns liegen.

Vielleicht ist das die schönste Form von persönlicher Weiterentwicklung: Nicht immer mehr wissen zu müssen, sondern bereit zu bleiben für das, was das Leben uns noch beibringen möchte.

Und deshalb möchte ich dir heute eine Frage mitgeben:

Was darf in dir noch wachsen?

Vielleicht beginnt deine nächste Entdeckungsreise genau mit dieser Frage.

Danke, dass du dir die Zeit nimmst, meine Blogbeiträge zu lesen. Wenn dich ein bestimmtes Thema interessiert, lass es mich gerne wissen – dann schreibe ich darüber. Hab eine für dich stimmige Zeit.

Herzensgrüße
Anita

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