Sperrnächte – Wenn der Dezember kurz auf die Bremse tritt
Schön, dass du dir in dieser trubeligen Zeit einen Moment nimmst und hier bist.
Der Dezember kommt ja gerne hereingeschneit wie ein übermotivierter Partyplaner: überall Lichter, Termine, Geschenke, Plätzchen, Deko – und im Idealfall auch noch Hochzeitstag, Kindergeburtstage und die berühmte „Das machen wir noch vor Jahresende“-Liste.
Und irgendwo dazwischen stehen wir selbst, mit der Frage:
„War das Jahr wirklich so schnell – oder habe ich zwischendurch kurz geblinzelt?“
Doch mitten im Festtrubel, zwischen Nikolauskrümeln und Adventszauber, beginnt eine eher unbekannte, aber unglaublich wohltuende Zeit:
die Sperrnächte.
Was sind eigentlich die Sperrnächte?
Ab dem 8. Dezember heißt es traditionell: Rückwärtsgang einlegen.
Die Sperrnächte sind zwölf Tage, an denen wir – bevor Weihnachten und später die Rauhnächte kommen – das alte Jahr noch einmal bewusst betrachten. Jede Sperrnacht steht symbolisch für einen Monat des vergangenen Jahres.
Stell dir die Sperrnächte vor wie ein kleines seelisches Setup-Menü:
Du gehst jeden Tag einen Monat durch, klärst, was noch hängt, und schließt ab, was abgeschlossen werden möchte.
Oder wie ich es gerne nenne:
„Wir räumen einmal gründlich auf, bevor der nächste Besuch (die Rauhnächte) kommt.“
Warum die Sperrnächte so gut tun
Während draußen alles heller, lauter und voller wird, laden uns die Sperrnächte ein, innerlich leiser zu werden.
Es ist, als würde der Dezember dir einen geheimen Seelen-Spa-Moment schenken – ganz ohne Bademantelpflicht.
Du darfst:
reflektieren
sortieren
loslassen
lachen oder staunen
und dich selbst wieder ein Stück näher spüren
Denn seien wir ehrlich:
Wir hatten alle mindestens einen „Oh je!“-Monat und einen Moment, der uns ein „Wow, das war schön!“ entlockt hat.
Übung für die Sperrnächte: Der rückwärtsrollende Jahresfilm
Mach es dir abends gemütlich – Tee, Kerze und Kekse optional (aber wärmstens empfohlen!).
Kleine Randinfo: Glühwein zählt auch.
So funktioniert’s:
1. Wähle den Monat, der zur jeweiligen Sperrnacht passt.
8. Dezember → Januar
Dezember → Februar
… und so weiter.
2. Stell dir vor, du sitzt im Kino, eingekuschelt in eine Decke, und dein Monat läuft wie ein Kurzfilm.
Frage dich:
Was war schön?
Was war herausfordernd oder nervig?
Wofür bin ich dankbar?
Was darf in den Abspann?
3. Schreibe zwei Dinge auf:
eine Sache, die du loslassen möchtest
eine Sache, die du mit ins neue Jahr nimmst
Minimalismus für die Seele – alltagstauglich und wirksam.
4. Und wenn du magst: Lächle.
Es verändert etwas in uns.
Workshop am 8. Dezember – Nur 12 Plätze
Wenn du tiefer in die Sperrnächte eintauchen möchtest, dich nach Gemeinschaft sehnst oder einfach einen magischen, ruhigen Start in diese besondere Zeit möchtest:
📍 8. Dezember – Casa Verde (Nachmittag) & HFW (Abend)
Wir beginnen gemeinsam die Sperrnächte, verbinden uns mit dem alten Jahr, genießen eine Klangauszeit, räuchern vielleicht ein wenig, lachen bestimmt – und gehen mit neuer Klarheit nach Hause.
👉 Es gibt nur 12 Plätze.
Wenn dich etwas ruft: Sei schnell. Der Dezember kennt schließlich keine halben Sachen.
Möge es dir gut gehen bei allem, was du denkst, sagst und tust.
Herzensgrüße
Anita
